Schwelm - Stadt in Westfalen
Schwelm, gelegen an der Nahtstelle zwischen Rheinland und Westfalen im
Bundesland Nordrhein-Westfalen in der BRD, blickt zurück auf 500 Jahre
Stadtrechte.
Bei einem Gang durch die Innenstadt ist heute noch deutlich zu spüren, daß
Schwelm eine gewachsene Stadt mit einer weit zurückgreifenden Vergangenheit
ist. Schon um 950 wird der Ort in den Quellen als "Suelmiu" erwähnt.
1496 erhielt Schwelm von Herzog Johann II. von Cleve-Mark die Stadtrechte. Die
Schwelmer müssen schwer zu regierende Westfalen gewesen sein, denn derselbe
Herzog nahm ihnen 1501 kurzerhand die Stadtrechte wieder ab. Erst nach 89
Jahren, im Jahre 1590, wurden Schwelm von Herzog Wilhelm den Reichen von Cleve,
Jülich und Berg, Graf von der Mark und von Ravensberg, die Stadtrechte zum
zweiten Male verliehen - diesmal endgültig.
Der Markt in Schwelm, der nachweislich schon im Mittelalter bestanden hat, bestimmte die Entwicklung der Stadt. Die gute Verkehrsverbindung - Schwelm lag an der alten Heerstraße Köln-Hellweg - ermöglichte in den folgenden Jahrzehnten ein florierendes Wirtschaftsleben, so daß die Stadt sich nach den Kriegswirren und verheerenden Bränden immer wieder erholen konnte. Diese wechselvolle Geschichte, gekennzeichnet durch ständigen Handel (Schwelm lag an einem Handelsweg von und nach Köln) und einem auch hier sich fortentwicklenden Industrialiserungsprozeß wurde Schwelm eine feste Größe im Wirtschaftsraum zwischen Wuppertal und Hagen.
Heute, bei einer Fläche des Stadtgebietes von ca. 2050ha und einer Einwohnerzahl von ca. 31.000, hat die heutige Kreisstadt des Ennepe-Ruhr-Kreises vielfältige wirtschaftliche und kulturelle Angebote. Wirtschaftliche Standbeine der Stadt sind die Metallwaren-, Werkzeug-, Maschinen-, Apparate-, Textil-, Papier- und Kunststoffindustrie; desweiteren kann man hier noch auf eine lange Tradition in Form einer Bierbrauerei und einer Kornbrennerei zurückblicken. Ebenso als Besonderheit die Flügel und Klaviere der Traditionsfirma IBACH.
Als Letztes vieleicht noch zunennen,die mittlerweile ausgestorbene Hausbandwebertradition,welche im Heimatmuseum "Schloß Martfeld"zu besichtigen ist.
Eingebettet zwischen den Städten Wuppertal und Hagen, nicht weit entfernt von Düsseldorf,
Bochum, Dortmund und anderen Ruhrgebietsgroßstädten und reizvoll
landschaftlich gelegen zwischen den märkischen, bergischen und sauerländischen
Regionen kann man hier Natur pur genießen oder den Tag mit den
unterschiedlichsten Aktivitäten verbringen.
Machen Sie zum Beispiel einen Einkaufsbummel durch die Altstadt mit ihrer
Fußgängerzone,
besuchen Sie das Museum im alten Rittersitz der Grafschaft Mark - Haus Martfeld, verbringen
einen Sommertag im von Wäldern und Wiesen umgebenen Freibad, oder besuchen
einmal unser großes über die Stadtgrenzen hinaus bekanntes Heimatfest der
Nachbarschaften am ersten Wochenende im September, oder die großen Trödelmärkte
im Mai und Oktober, oder, oder, oder .....
Anreise
Die Bundesstraße 7 ist die Hauptverkehrsader des Verdichtungsraumes zwischen
Hagen und Wuppertal und gleichzeitig Anschlußstelle an die Autobahn
Wuppertal-Ost/Schwelm der Autobahn A 1 Köln-Kamen-Bremen. In Nord-Süd-Richtung
verläuft die B 483. Unmittelbar hinter der Stadtgrenze im Norden liegt das
sogenannte Ennepe-Ruhr-Kreuz; eine Drehscheibe des Fernverkehrs
(Wuppertal-Nord). Reger Verkehr herrscht auf der Schiene. Da Schwelm seit 1988
an der S-Bahnstrecke (S8) Mönchengladbach-Düsseldorf-Wuppertal-Hagen liegt,
wird die Schiene in Zukunft auch für den Personen-Nahverkehr noch attraktiver
werden. Durch Busverkehr bestehen gute Verbindungen zu den umliegenden Städten
Wuppertal, Gevelsberg, Ennepetal und sogar eine Direktlinie nach Bochum.
Besuchen Sie einmal Schwelm und den Ennepe-Ruhr-Kreis und lassen sich vom Flair
dieser Landschaft und der Stadt gefangen nehmen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß
dabei
Wer sich für schöne Landschaftsbilder u. Reiseberichte interessiert